Sa. 15.8.2026 Glaubenszeugnis „Maria Himmelfahrt“ (Margarete Strauß)
Liebe Gläubige, am Fest Maria Himmelfahrt
Wir haben uns heute zu einem besonderen Fest versammelt: Maria Himmelfahrt. Es ist die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel.
Unser Kirchenchor sang zu Beginn: Gegrüßet seist du Königin.
Ich frage mich, wie wurde Maria im Himmel begrüßt? Als die Mutter Jesu, als die Himmelskönigin oder als das einfache Mädchen Maria aus Nazaret?
Maria war ein Mensch wie du und ich und ist ihrem Sohn auf die gleiche Weise in den Himmel gefolgt, wie auch er aufgenommen wurde, mit allem, was sie als Mensch ausmachte.
Sie war ein junges Mädchen, die Mutter Jesu, des Sohnes Gottes, die aus ihrem Glauben heraus wusste, dass ein Messias, ein Erlöser kommen würde. Sie hat Ja, zu Gottes Willen gesagt. Der Engel Gabriel verkündet Maria die Botschaft, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringen sollte und sie war für diese Botschaft Gottes bereit, ihr Ja veränderte die Welt…
Im Evangelium hörten wir ein Lied, das die schwangere Maria singt, als sie zu Elisabeth, geht, das Magnificat – es ist für mich neben der Bergpredigt Jesu einer der hoffnungsvollsten Texte des neuen Testaments, ein Lobpreis auf Gott.
Ein Satz des heutigen Evangeliums, welchen Elisabeth zu Maria sagt, geht vielleicht im Geschehen ein wenig unter: „Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“
In diesem Satz steckt für mich der Gedanke, dass Gott alles zu einem guten Ende führt. Für mich heißt es: Alles wird gut …
Der Engel hat durch seine Botschaft, Maria aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen. Eine uneheliche Schwangerschaft mit unbekanntem Vater die irgendwie zu einem guten Ende führen könnte und Maria glaubte: Alles wird gut!
Das Kind ist eine Idee Gottes, es ist das Wort Gottes, das in Maria Mensch werden wird. Eine Idee Gottes kann am Ende nur gut werden, wenn du und ich, wie Maria vertrauen auf dieses Wort Gottes.
Wir erfahren nach einem nicht sehr erfreulichen Ereignis in unserem Leben, dass tatsächlich alles gut geworden ist. So wie nach dem Karfreitag für Maria, ein Ostermorgen anbricht, der alles bisherige übertrifft. Sie hielt ihren toten Sohn in den Händen… sie konnte ihn hergeben, damit er begraben werde. Aber – Alles wird gut – Der Engel hat wiederum verkündet, dass Jesus lebt… Ostern ist angebrochen!
Denken wir an die Menschen in der Landwirtschaft, die von der Dürre in ihrer Existenz betroffen sind. Sie können nur hoffen und beten für Regen – auf dieses Wort: Alles wird gut
Ich durfte als junges Mädchen dieses Vertrauen so wie Maria durch das Beispiel meiner Taufpatin erfahren, als ich mit ihr eine Pilgerreise nach Lourdes unternahm. Bereits als Kind hat sie in mir dieses Vertrauen geweckt, dass Maria unsere Fürsprecherin ist.
Maria ist für mich das Vorbild des Glaubens: Alles wird gut.
So auch in unserem Leben, wenn wir wie sie glauben, dass durch Schwierigkeiten in unserem Leben unsere Welt zusammen bricht…
zu glauben und zu vertrauen: Alles wird gut.
Fragen wir uns;
Sagst du Ja, zu Gottes Willen, in unserem Leben wie Maria?
Vertrauen wir, wie Maria, dass nach einem Karfreitag in unserem Leben, ein Ostermorgen anbricht?
Vertrauen wir, wie Maria, auf dieses Wort: Selig, die geglaubt hat…Alles wird gut

