Sa. 1.8.2026 Alles in die Hände Jesu legen (Kaplan Renjith Josef)
Liebe Schwestern und Brüder in Christus!
Heute hören wir die Geschichte von den fünf Broten und zwei Fischen. Mit diesen wenigen Gaben hat Jesus mehr als fünftausend Menschen satt gemacht.
Das Wunder begann nicht mit einer großen Menge Essen. Es begann mit einem Jungen, der bereit war, das Wenige, das er hatte, Jesus zu geben. Wenn der Junge die fünf Brote und zwei Fische für sich behalten hätte, wäre vielleicht nur sein eigener Hunger gestillt worden. Aber weil er alles Jesus gab, wurden Tausende satt. Alle aßen, bis sie genug hatten. Danach blieben sogar noch zwölf Körbe mit Brot übrig.
Liebe Pfarrgemeinde! Diese Bibelstelle spricht auch über unser Leben. Oft denken wir: „Ich kann nicht viel.“ „Ich habe nur wenig Zeit.“ „Meine Fähigkeiten sind klein.“ „Was kann ich schon tun?“ Aber Jesus fragt nicht zuerst, wie viel wir haben. Er fragt, ob wir bereit sind, ihm unser Leben anzuvertrauen. Wenn wir Jesus das geben, was wir haben, kann er daraus etwas Großes machen.
Vielleicht ist es nur ein freundliches Wort. Vielleicht ein Gebet. Vielleicht ein Besuch bei einem einsamen Menschen. Vielleicht ein kleines Zeichen der Liebe. In den Händen Jesu wird auch das Kleine zu einem großen Segen.
Im Evangelium lesen wir: Jesus nahm das Brot, blickte zum Himmel, dankte Gott segnete das Brot, brach es und gab es den Menschen. So handelt Jesus auch mit uns. Er segnet unser Leben. Manchmal erleben wir schwere Zeiten. Manchmal fühlen wir uns zerbrochen. Doch auch dann lässt Jesus uns nicht allein. Er kann sogar unsere Schwierigkeiten gebrauchen, damit wir anderen Hoffnung, Trost und Liebe schenken.
Darum dürfen wir uns heute fragen:
Liegt mein Leben noch in meinen eigenen Händen? Oder lege ich es ganz in die Hände Jesu?
Wenn wir Jesus unsere Familie, unsere Arbeit, unsere Sorgen, unsere Zukunft und unser ganzes Leben anvertrauen, dann kann er uns zum Segen für viele Menschen machen.
Gott braucht nicht nur starke oder berühmte Menschen. Er sucht Menschen wie du und ich, die ihm vertrauen und sich ihm ganz schenken.
Bitten wir heute: Herr Jesus, ich habe nicht viel. Aber alles, was ich bin und habe, lege ich in deine Hände. Segne mein Leben. Mache mich zu einem Segen für andere Menschen. Amen.
(Matthäus 14,13–21)


