300.Todestag von Pfarrer Coloman von Seeau

Steinakirchen.- Die Pfarrgemeinde von Steinakirchen am Forst blickt auf eine lange Geschichte zurück, da sie schon 976 von Bischof Wolfgang von Regensburg gegründet wurde. „Im Bezirk Scheibbs und weit darüber hinaus ist daher die Pfarre Steinakirchen mit Abstand die am längsten auch heute noch bestehende Institution“ freut sich Pfarrer Hans Lagler.

Aus diesem Grund gibt es immer große Jubiläen und Gedenktage zu feiern. So jährt sich heuer der 300. Todestag von Pfarrer Pater Coloman von Seeau. Dieser Seelsorger wurde 1672 in Hallstadt in Oberösterreich geboren und war Benediktiner des Stiftes Mondsee.

Jahrhundertelang war dieses Kloster für die Seelsorge im kleinen Erlauftal verantwortlich. Als dieser Geistliche am 11. Dezember 1715 in Steinakirchen eintraf, wurde ihm aber durch Wachen der Zutritt zum Pfarrhof verweigert.

Die zuständige Herrschaft Freidegg wollte nämlich einem anderen Priester die Pfarre anvertrauen. Dieser Streit dauerte rund zwei Jahre. Die Bevölkerung setzte sich für diesen Mönch aus Mondsee ein und so musste der Aushilfspriester mit „sog und bog“ wie in der Pfarrchronik steht in sein Kloster Schönbühel zurückkehren. Pfarrer Seeau hatte aber eine große Rechnung in der Höhe von 192 Gulden zu bezahlen, denn die Wachen konsumierten sehr viel Wein.

Aus der Zeit seiner Jahre als Seelsorger hat der Ort bis heute ein besonderes Juwel: 1722 ließ er eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk anschaffen, die jetzt frisch renoviert neben dem Kaufhaus Leyrer im unteren Markt zu finden ist. Dieser Priester begann auch mit einer besonderen Tradition im Pfarrhof, denn seit dieser Zeit gibt es von fast jedem Pfarrer ein Portrait

Foto 1: Kaplan Sojan Thomas: Portait von Pfarrer Coloman von Seeau

Foto 2: Markus Eder: Cäcilia Achleitner aus Zarnsdorf freut sich über die gelungene Restaurierung der Nepomukstatue, die Pfarrer Seeau 1722 errichten ließ.