Fr. 9.8.2024 Begräbnispredigt für Frau Maria Graschopf (Pfarrer Hans Lagler)
Geschätzter Herr Graschopf!
Liebe Kinder, Schwiegerkinder und Enkel!
Geschätzte Verwandte, Nachbarn, Freunde und Bekannte von Frau Graschopf!
Liebe Ortsgemeinschaft von Kleinrlauf!
Schwestern und Brüder in Christus!
Jeder Ort wird von den Menschen geprägt, die dort wohnen. Wer eine größere Reise unternommen hat, berichtet später von den Leuten, die ihm in der neuen meist unbekannten Umgebung begegnet sind. Es gibt oft große Unterschiede, denn jede Gegend beeinflusst ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Lassen Sie mich diesen Gedanken mit einem Beispiel näher beschreiben: Ein echter Wiener ist mit einer gestandenen Tirolerin nicht zu vergleichen. Jeder ist einzigartig.
Jeder Ort wird also von den Menschen geprägt, die dort wohnen: Ich denke, Frau Graschopf war so eine einzigartige Person. Ihre Art und Weise wie sie ihren bewegten Lebensweg gemeistert hat, machten sie im positiven Sinn zu einem Original.
Unsere Verstorbene wurde am 3. März 1957 in Schadneramt in der Pfarre Gresten geboren. Ihre Eltern Maria und Stefan Berger schenkten ihr das Leben. Zwei Tage nach ihrer Geburt erhielt sie in der Pfarrkirche Gresten das Sakrament der Taufe.
Ein großer Tag ihrer Kindheit der 30. Mai 1970, denn da erhielt sie in Gresten das Sakrament der Firmung. Nach der Schulzeit arbeitete sie als Hausmädchen. 1973 zog sie nach Lackenhof um dort im Gastgewerbe zu arbeiten. Sie lernte ihren Gatten Leopold kennen, den sie am 9. September 1975 in der Pfarrkirche Lackenhof heiratete.
Im Laufe der Jahre erblickten 5 Kinder das Licht der Welt. Leider ist Sohn Leopold schon als Kleinkind gestorben. 1985 zog die Familie in die Pfarre Steinakirchen und fand in Kleinerlauf ein neues Zuhause.
Was viele von uns an Frau Graschopf beeindruckte, das war ihre unzertrennliche Liebe zu ihrem Gatten. Kaum jemand hat die beiden einmal alleine gesehen. Sei es beim Einkauf, auf der Bank, bei der Heuarbeit oder beim Schafe hüten. Sah ich sie mit dem Auto fahren, dann winkten wir gegenseitig zu und ihre Augen strahlten.
Das Bild vom Schafe hüten greift Jesus heute im Evangelium auf. Er ist der gute Hirte der jedes Schaf beim Namen nennen kann und die Schafe sind mit der Stimme des Hirten vertraut. Ein wunderbares Bild für Frau Graschopf, die gute Hirtin ihrer Schafe.
Katzen und Hühner waren ihr ebenfalls ein großes Anliegen. Diese Vielfalt an Arbeit brachte es mit sich, dass es für sie gar nicht so einfach war ihren Alltag zu meistern.
Jeder Ort wird von den Menschen geprägt, die dort wohnen. Wer eine größere Reise unternommen hat, berichtet später von den Leuten, die ihm in der neuen meist unbekannten Umgebung begegnet sind.
Wir sind heute versammelt um von Frau Graschopf Abschied zu nehmen. Gott möge sie nun mit der Freude des ewigen Lebens beschenken. Amen
Lesung: 2 Kor 5, 1 – 6 Evangelium: Joh 15, 1- 10

